Geschichte, Natur und ein Stück Militärvergangenheit im Havelland
Der sogenannte Raketenberg bei Ketzin, nahe dem Ortsteil Zachow, ist ein geschichtsträchtiger Hügel im Havelland. Der Name geht auf seine militärische Nutzung zu Zeiten der DDR zurück. Heute verbindet der Ort Natur, Geschichte und den Charme eines ehemaligen Militärstandortes.
Während der DDR befand sich auf dem Gelände eine Flugabwehrstellung der Nationalen Volksarmee (NVA).
Dort waren Flugabwehrraketen stationiert, die der Sicherung des Luftraums dienten. Zum Standort gehörten
Bunkeranlagen, technische Einrichtungen sowie Unterkünfte für die stationierten Soldaten.
Der Raketenberg war Teil eines Netzes von Flugabwehrstellungen rund um Berlin.
Nach 1990 wurde die militärische Nutzung aufgegeben. Viele Gebäude wurden zurückgebaut oder verfielen. Teile der ehemaligen Infrastruktur sind jedoch bis heute im Gelände erkennbar. Natur und Vegetation haben das Areal über die Jahre zunehmend zurückerobert.
Heute wird das Gelände anders genutzt. Einige Flächen werden landwirtschaftlich genutzt, außerdem entstanden Projekte zur nachhaltigen Energiegewinnung. Gleichzeitig ist der Raketenberg ein beliebtes Ziel für Spaziergänger, Fotografen und geschichtsinteressierte Besucher.
Beim Besuch sollten die geltenden Eigentums- und Naturschutzregeln beachtet werden. Nicht alle Bereiche sind frei zugänglich.